snelheid

Na, das war echt putzig heute: Mein Fahrradtacho (nein, ich mag ihn nicht Bordcomputer nennen, ich bleibe bei Geschwindigkeitsmesser) hat mir seit mehreren Zehntausend Kilometern treue Dienste geleistet, die er in mir vertrautem Deutsch verkündete. Heute nun fiel er, statt in der Halterung einzurasten, Hals über Kopf aufs Pflaster, was offenkundig sein Sprachzentrum so erschütterte, daß er fortan nur noch Niederländisch mit mir reden wollte. Linguistisch ist das bei den geschätzt fünf Grundfunktionen des Tachos keine besondere Herausforderung – ein bißchen Englisch, ein bißchen Platt­deutsch (dank meiner Großeltern verstehe ich etwas Prignitzer Platt), und schon ist die sprachliche Hürde gemeistert…
In einem Anfall von Größenwahn wollte ich des Tachos Sprachzentrum wieder verdeutschen. Doch selten haben ich eine so gräßliche Menüführung erlebt. Was in der Zehntelsekunde nach/während des Aufschlags „von allein” passierte, brauchte geschätzt 187 bis 191 Se­kunden, bis ich mich durch das Tacho-Menü gehaspelt hatte. Was bin ich froh, daß die Spracheinstellung nicht per Zufall auf Kisuaheli umgesprungen ist. 🙂

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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8 Antworten zu snelheid

  1. YDU schreibt:

    Die Kilometerangebe gibt mir ein wenig zu denken! In welcher Sprache wurden die Kilometer ursprünglich gespeichert?

  2. Chantao schreibt:

    Ein kleiner Kommentar von mir: Ich ging auf’s Klo und wollte dabei mit dem Handy das TV-Programm schauen (was denn sonst 😉 ? ) und da plumste es rein, mein Smart. Nachdem ich alle wieder getrocknet hatte innen wie aussen, versagten dann Bild und Ton und ich legte es beiseite, wohlwissend, dass das letzte Stündlein für diesen treuen Begleiter geschlagen hatte. Aufeinmal eine halbe Stunde später meldete es sich dann, ha das Samsung mit dem Iphone-Ton, es hatte bei seinem Sturz auch eine andere Sprache erlernt, o Wunder, Sachen gibt’s, allerdings, sind auch alle Funktionen wieder hergestellt, aufladen des Stromes geht nicht mehr und so hauchte mein kleines Handy sein Leben aus…….Jetzt habe ich so’n HighTechDingen, was zwar kein I-Phone ist aber dennoch diieselbe Schei***-Menue-Führung wie selbiges hat. Iphone des kleinen Mannes, zwar wenig gewünscht, aber immerhin nun auch Marshmellow. 😉

    • ausgesucht schreibt:

      *chchch*
      Komisch, TV-Programm und Biogas-Rohstoffsammelstelle: Honi soit qui mal y pense, oder vielleicht doch gar nicht soooo komisch?

      Ich jedenfalls würde den „heiligen Ort” nie durch schnöde Elektronik und TV-Programm (das Attribut mag jeder nach eigenem Gusto einsetzen) entweihen. 😉

      • Chantao schreibt:

        Also, ich bin ja total synchronisiert, was in der Natur das Tao sind eben als Krücken der Technik, Smartphones, PC und mehrere Kindles. So liegt eben am heiligen Ort auch eins von diesen beliebten Lesegeräten, natürlich, denn früher war’s irgendsoein Wälzer. Also, beim bewußten Hinschauen in der Rückschau frage ich mich, wie das handy diesen Salto Mortale veranstalten konnte, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das Lesegerät da reinplumsen kann. Naja, wer schmeißt an heiligen Orten auch heilige Lesegeräte ins Klo, das wäre ja Blasphemie.

        • ausgesucht schreibt:

          … andererseits erführe so manche „Literatur” den ihr zustehenden Ritterschlag der Ehre genau erst durch das Versenken an „heiligem Orte”. 😉

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