ja, nein oder was

Nun gibt es durchaus Fragen (etwa diese hier [Stelle 37]), die, konform zu den Regeln einer der Religionen, mit entweder Ja oder Nein beantwortbar sein sollten. Sollten, aber sind sie auch beantwortbar?
Ist eine solche Frage nicht: „Bist du glücklich?” Selbst wenn ich den „einleitenden Text” weglasse (etwa diesen), kann ich mich weder zu einem Ja noch zu einem Nein durch­ringen. Aber woran liegt’s? Hat diese Frage keine Antwort oder habe nur ich keine?

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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16 Antworten zu ja, nein oder was

  1. Der Taoist meint dazu: Alles ist gut, was definitiv mit einer geschlossenen Frage beantwortet werden kann, alles aber, was zu ausufernden Spekulationen führt ist nicht gut für die Menschenkinder, denn es können sich dadurch Tendenzen entwickeln die der menschlichen Entwicklung nicht förderlich sind. Und alle Antworten auf die von mir nicht gestellte Frage würden diese Aussage adabsurdum führen, au Backe, mein Kopf vibiriert schon ….

  2. Der Emil schreibt:

    Bin ich glücklich … Auch ich habe auf diese Frage kein Ja oder Nein als Antwort, „nur“ ein Manchmal oder Oft oder Häufig oder Selten.

    Auffällig: Ja antworte ich immer genau dann, wenn ich Momente der Zweisamkeit erlebe.

    • ausgesucht schreibt:

      … da läßt Du uns an einer großen Weisheit teilhaben (und nein, das ‘uns’ entspringt nicht etwa einem pluralis majestatis, sondern meint die hiesig Lesenden und mich): geliebte Zweisamkeit kommt so manchem Glücksideal wohl am nähesten.
      Aber ist Dir auch aufgefallen, daß das überschwengliche Glücksgefühl zum Beginn der glückseligen Zweisamkeit oft in ein ziemlich genau spiegelbildliches Unglücksgefühl umschlägt, wenn’s sich dem Ende zuneigt? Gibt es vielleicht doch einen Erhaltungssatz für Glück? Oder sollte man ihn erst noch erfinden? 😉

      Im übrigen freue ich mich, mal wieder von Dir gehört zu haben. 🙂

  3. YDU schreibt:

    Klar bist du glücklich, blöd ist nur, dass du es gerade nicht so recht einschätzen kannst, wegen der „genusszerstörenden“ Relativität! 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Ich werde Deiner Einschätzung meines Glückszustandes nicht widersprechen (vielleicht weißt Du ja mehr und siehst daher mehr, als ich es (im Moment) vermag). Aber unterliegt Glück wirklich der Relativität und doch eher dem Absoluten? 😉

  4. YDU schreibt:

    Was die Frage meines Glückszustandes betrifft, kann mir derzeit keine der bekannten Religionen wirklich helfen, das wollte ich noch hinzufügen …

    • ausgesucht schreibt:

      Vorschlag meinerseits: schiebe einfach die ‘genusszerstörende Relativität’ ein wenig in den Hintergrund! 😉

      • YDU schreibt:

        Hintergrundrelativität, ist denn das erlaubt? Wenn davon die NSA erfährt! Willst du die Welt aus den Angeln heben? Wenn der Rest der Welt davon erfährt und plötzlich alle glücklich vor sich hintüdeln …

  5. lawgunsandfreedom schreibt:

    Was ist „Glück“?

    Eine Hormonausschüttung?
    Ein Geisteszustand?
    Ein metaphysischer, Begriff zur Beschreibung vager, rational kaum greifbarer Emotionen?

    „Glück ist …“ – alles und nichts.

  6. Chantao schreibt:

    Ich bin ja schon 62, ist ja nicht mehr sooo lange hin, ausser ich sollte 100 werden, meine Familie ist sehr langlebig erfahrungsgemäß, ansonsten würde ich sagen: Ich spekuliere nicht (nein), sondern warte einfach einmal ab (ja). 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Die Empirie fehlt freilich noch, da muß ich mich wohl in Geduld üben, aber dennoch wage ich keck folgende Frage: „Was hat in der Lebensendbilanz die Zahl der Lebensjahre mit der genossenen oder genießbaren Glücksmenge zu tun?” *grübel*

      • Die Zeit vergeht rasch und die Bilanz der Glücksmomente verliert sich im alternden Gedächtnis, ja sie nehmen sogar ab, wenn die leibliche Hülle welkt. Religion wurde oben zitiert. Ich verwehre mir selbst über Religion zu spekulieren hoffe jedoch, dass es rauschende Glückmomente in einem spekuliertem Nirwana geben wird.

        • ausgesucht schreibt:

          Da würde ich gern widersprechen. Und das gleich zwiefach. Einerseits bin ich recht intensiv davon überzeugt, daß die ‘Bilanz der Glücksmomente in alternden Gedächtnis’ von einer wie auch immer gearteten Grunddisposition des Probanden abhängt (genetisch, opti-/pessimistisch basiert etc.). Zum anderen dürfte die ‘Hoffnung auf rauschende Glücksmomente […]’ sehr wohl etwas mit ‘Spekulation über Religion’ zu tun haben (sicherlich nicht in der Art, wie sie die breite Mehrheit praktiziert, aber immerhin eben doch).

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