Angst, sonst nichts

Ist denn der Mensch nicht eine gar seltsame Spezies? Er ist in der Lage, Moral und Moralkonzepte zu denken. Aber es fehlen an ihm die Stellschrauben, um das, was er selbst als moralisch erdacht hat, an sich verbindlich und unverrückbar einzustellen.
Genaugenommen müßte es wohl heißen: es gibt keine Stellschraube, bis auf eine, nämlich die Angst.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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24 Antworten zu Angst, sonst nichts

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    2 Motivationen -> Angst oder Faulheit. Das bringt den Menschen dazu seine Konzepte zu überdenken und andere Wege einzuschlagen.

    • ausgesucht schreibt:

      Angst, nur die allein.
      Faulheit ist Angst, was tun zu müssen. ^^

      • lawgunsandfreedom schreibt:

        Der ist gut. 😀

        • Chantao schreibt:

          Und ich denke auch, dass, wer faul herum hängt null Bock hat irgendetwas ändern zu wollen 😉

          • ausgesucht schreibt:

            Vergiß mir die Desillusionierten nicht, die aus Resignation (scheinbar!) nur herumhängen…

          • lawgunsandfreedom schreibt:

            Hm, dann bin ich die falsche Sorte Faulpelz. Ständig hängen Idioten wie ich sich rein, um Dinge zu vereinfachen oder zu automatisieren. Ich bin zu faul diverse Abläufe im Computer immer von Hand einzutippen. Also baue oder scripte ich mir Lösungen, die das Leben erleichtern.

            Ein guter Admin ist ein fauler Mensch. Weswegen er sich eine Zeit lang ordentlich reinhängt um Lösungen zu finden, die seine Faulheit unterstützen. Das gilt wohl auch für andere Leute, die tüfteln und basteln um dann entspannt die Füße hochzulegen (bis was neues vorbeikommt, was vereinfacht oder optimiert werden kann.

            Das nennt man dann wohl ein Paradox.

            • ausgesucht schreibt:

              Ich kann nix Paradoxes daran finden. Der Mensch ist ja keine stetig arbeitende Maschine. Er arbeitet im Pulsbetrieb (ach, das Wortspiel konnte ich einfach nicht auslassen): Schlafen/Wachen, Anspannung/Erholung, Genießen von und Gieren nach Genußmöglichkeiten…
              Ist denn die vermeintliche Faulheit des Admins nicht eher ein intensives Suchen nach neuen Ansatzpunkten für Optimierungen? Also Aktivität pur, nur eben „ausgelagerte”…

            • Chantao schreibt:

              Ich denke mal so „faul“ zu sein, wie @lawgunsandfreedom es ausdrückt hat mehr etwas mit einem hohen IQ zu tun (ich erkenne mich wieder in den Worten, Dinge und Abläufe zu vereinfachen) und das eigene Licht unter den Scheffel stellen ist nur dafür gedacht, die weniger gut ausgestatteten IQler nicht neidisch werden zu lassen. Neidler sind nicht nur höchst lästig, sondern oft auch gefährlich 😉 Ja, ich bin auch solch ein Idiot 😉

  2. Censay schreibt:

    Genau das sage ich mir zunehmend und stelle darum die Moral auf die Waage. Manches bleibt, manches geht. Sehr befreiend.

  3. Chantao schreibt:

    So ist es nämlich: Dort wo wirklich High-IQ herrscht, da benötigt man den Begriff nicht, denn da steht man drüber. Das ist so, wie die Liebe definieren, was man aber nicht braucht, wenn Liebe herrscht. Alles, was definiert werden soll und muss hat dann mit der Wirklichkeit nichts zu tun, denn die Wirklichkeit muss nur eines: Erfahren werden…
    ….
    … reflektiert der „Taoist“, der in dem Moment keiner ist, in dem er über den „Taoisten“ reflektiert 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Wundervoller Gedanke, für den ich herzlich danke: Ist die Erkenntnis fähig, Erkenntnisse zur Erkenntnis zu erkennen?
      Ich vermute – Hand aufs Herz! – sie kann. Dabei hast Du ja gar nicht ‘Erkenntnis’, sondern ‘Definition’ angesprochen. Diese allerdings dient nicht dem Erkennen (zumindest nicht direkt/unmittelbar), sondern dem Sprechen über (vermeintliche) Erkenntnisse. Und insofern möchte ich Deinem Satz über den temporär wegen Tao-Reflexion suspendierten Taoisten widersprechen. Man hört nicht damit auf, das Eine zu sein, wenn man mit anderen verabredet, wie das Eine verstanden werden kann. Oder? 😉

  4. Chantao schreibt:

    Ich sage mal so „Erkenntnis“ ist eine Intuitisache/Erfahrungssache bei der Definition fuscht der „rationale“ Geist in der Themmatik herum 😉 …eben der Taoist 😉 „Quasi-Taoist“, denn das Wort „Taoist“ ist wieder aus „rationel“ Erwägungen entstanden und hat wahrscheinlich mit der zu erfahrenen Erkenntnis wenig am Hut 😉

    • ausgesucht schreibt:

      »‘rationaler’ Geist« – was für ein herrliches Oxymoron. Nicht nur die Taoisten, auch die übrigen, ach, so vernunftbegabten Zweibeiner müssen ihre Erkenntnis irgendwie „eichen”, sind also höchst selbstreferentiell, indem sie die Krücke ‘Rationalität’ als Maßstab für ihre gedanklichen Fluktuationen deklarieren. ^^

  5. Chantao schreibt:

    * Fehler Intuitionssache, obwohl eigentlich Latte wie geschrieben…

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