sie wissen nicht, was sie tun

Es will mir gar nicht in den Sinn, weshalb die angestaubten Parteien im deutschen Politzirkus solche Angst vor Neuwahlen haben. Also, weniger vor den Wahlen als solche, sondern vor der AfD (und möglicherweise noch einem Prozentpünktchen mehr). Hat denn die Denunziations- und Mobbingmaschinerie nicht bereits beste Arbeit geleistet? Alle sind böse, außer natürlich Mami. Und die bösesten der Bösen sind nun einmal AfD und (seit Sonntag/Montag) die FDP.
Glauben die Granden der angestaubten Parteien allen Ernstes, daß das ebenso mühsam wie erfolgreich herangezogene willige Stimmvieh urplötzlich politisches Gespür entwickeln und die Verdammungspropaganda hinterfragen würde? Eine solche „Gefahr” besteht doch gar nicht! Und war sich nicht von den rund 13 % AfD-Wählern möglicherweise nur ein Drittel über Entscheidungsgrundlagen und mögliche Kollateral­effekte im klaren, während die restlichen 2/3 vielleicht im wesentlichen nur „im Affekt” wählten [= denen werden wir’s mal zeigen] und nun von Verunsicherung und Reue „geplagt” sind? Zumindest wären 5 bis 10 Prozent für die AfD im Neuwahlgang eine deutliche Bestätigung dieser Annahmen, nicht wahr?

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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32 Antworten zu sie wissen nicht, was sie tun

  1. lynx schreibt:

    Eine neuerliche Wahl halte ich nicht für das eigentliche Problem, die Leute würden schon mitmachen und die AfD womöglich deutlich verlieren, weil die anderen dazugelernt haben.
    Für problematischer halte ich, dass man es damit zulässt, dass es sich die gewählten Politiker zu leicht machen und das dann womöglich auch noch honoriert wird. Oder sie gewöhnen sich ganz schnell an das Spiel.
    Die Verfassung ist ja da zum Glück ziemlich klar: Sie sind es, die den Karren aus dem Dreck ziehen müssen, dafür kriegen sie auch die Kohle und alle sonstigen Vergünstigungen die dieser Staat so zu bieten hat für seine Repräsentanten. Ich hoffe, dass der BP standhaft bleibt.

    • ausgesucht schreibt:

      Nein, leicht haben es sich die Politiker bisher sicher nicht gemacht. Man braucht sich doch nur einmal den Özdemir anzuhören, der klingt vor den neugierigen Fernsehkameras, als trüge er einen kindskopfgroßen Analplug. Der Lustgewinn, den die Politiker daraus ziehen, dürfte Honorars genug sein…
      Die Frage sollte eher sein, ob das Konzept, in dem sie sich mühen, nicht ein prinzipiell erfolgloses ist. Weil es sich um ein Auslaufmodell handelt. Es geht – das möchte ich gern wiederholen – nicht um das Volk (wie man es in einer Demokratie erwarten würde), sondern es geht wohl eher um möglichst große Anteile am „Kuchen der Macht”. Und müssen aus diesem Gesichtswinkel Neuwahlen nicht schlicht und einfach vermieden werden? Schließlich ist, was man hat, bekannt, während ungewiß ist, was man bekommt…

  2. Ich würde alle rausschmeißen, die da in der Sondierung Mist gebaut (Dobrint hahahaha) haben und das Wahlvieh mittels Volksentscheid bestimmen lassen, was das Gewünschte denn nun sei. Ich sehe schon die neue GroKo auf uns zukommen. Das ganze Geplänkel momentan ist doch nur Medien-Sensations-Rummel. Da gibt es den einen „Granden“ hahaha, der da stets davon spricht, dass der Souverän nun das letzte Wort hat aber aufführen tun sich die gewählten Volksvertreter immer wie die Bosse obwohl sie eigentlich die Angestellten des Souveräns sind.

    Also, wenn ich etwas zu sagen hätte als Teil-Aspekt des Souveräns: Ich würde nach der BTW den Volksvertretern 4 Monate Zeit geben zu regieren; wenn sich abzeichnet, dass da Nieten dran sind, dann gäbe es einen Volksentscheid, ob sie bleiben sollen oder was weiß ich.

    Neuwahlen wird es nicht geben, denn sonst würden ihnen noch die Felle wegschwimmen, da lassen sie sich nicht drauf ein. Ich denke nicht, dass die AFD stärker werden würde, wohl aber die FDP wieder ringen müßte überhaupt drin zu bleiben. Die Linke würde vielleicht stärker. Menschen lieben die Extreme.

    • ausgesucht schreibt:

      Ein überlegenswerter Standpunkt, den Du da äußerst: »Ich würde alle rausschmeißen, die da in der Sondierung Mist gebaut […] haben«. Ich sehe darin allerdings keinen Punkt, wo der Hebel ansetzen könnte, um Wirkung zu erzwingen. Könnte man solche Leute nicht per Gesetz dazu verpflichten, ihre Arbeit zu einem Ende zu bringen mit dem Honorar, auf Lebenszeit nach Hartz IV verbannt zu werden, wenn sie versagen? Schließlich kommt Funktionär von Funktionieren (sollte zumindest, ist aber nicht…). Rausschmeißen würde ich hingegen die, welche die inkompetenten Polit-Nichtfunktionäre mit der Aufgabe betraut haben, ihre Psychologenkonsultationen zu sozialisieren…

  3. Chantao schreibt:

    Wie auch immer, Ausgesucht, die GroKo steht schon wieder bereit. Alles, was wir in langer Vergangenheit hinsichtlich einer „Bundestags“-„Wahl“ einmal diskutiert haben ist sowieso hinfällig. Ich frage mich jetzt nur: Wer hat den Lindner geschmiert ? Auch lechze ich schon auf die BTW21 (falls es sowas nochmal geben sollte in Zukunft, eine Bundestagswahl, vielleicht schaffen sie die Geschichte mit der Demokratie bis dahin ganz ab) wenn die AFD (bzw. eine Nachfolgepartei mit 25 % zeigt, dass man den Wähler auch dieses Mal nicht verstanden hat. Sobald die GroKo wieder dran ist, kann sich endlich auch mal wieder der freche Türke zu Wort melden. Und endlich, endlich wird man mal wieder einen Schwupps von Hunderttausenden Flüchtlingen durchlassen, damit die BTW endlich auch wieder vom Tisch ist.

    • ausgesucht schreibt:

      Ich könnte mir vorstellen, daß Lindner nicht geschmiert wurde, sondern sich selbst auf den Leim gegangen ist. Schließlich muß er nach der 4-jährigen Wiederfindungskur wenigstens ein Alleinstellungsmerkmal vorweisen; zumindest scheint er das zu glauben. Und wenn alle parteiinternen Merkmale zerrieben sind (während der Jamaika-Sondierungen), ist zumindest ein spektakulärer Abgang ein Alleinstellungsmerkmal, das ihm keiner nehmen kann… ^^

  4. Blogcrawler schreibt:

    Meine These ist, dass die FDP und SPD Zugewinn erhalten würden. Beide Parteien haben sich gegen CDU/Merkel gestellt. Intuitiv ist den meisten Menschen klar, dass Merkel eine Menge an Glanz verloren hat. Viele CDU Wähler würden zur FDP wechseln. Für die CDU kann eine Neuwahl zur Katastrophe werden.

    • ausgesucht schreibt:

      Sehe ich durchaus ähnlich. Und weil unsere Bundes-◊Ähndschi so schrecklich an Glanz verloren hat (ganz ehrlich, hatte sie denn jemals welchen, also als Politikerin, nicht als strahlendes Honigkuchenpferdchen) und mit ihr gleich die ganze Partei, muß da nicht alles darangesetzt werden, Vertrauensfrage & Neuwahlen zu verhindern?

      • Blogcrawler schreibt:

        Die meisten Menschen sind Mitläufer. Initiative kannst du nicht erwarten. Dies auf die Aussage „muss da nicht….“ Ich gehe sogar soweit, dass jeder dort weiß, dass Merkel ein ganz schwaches Persönchen ist. Aber das scheint sie attraktiv für Lobbygruppen und Spindoktoren zu machen. Die Berater geben die Richtung vor, was sie tun soll und wie sie sich verhalten soll. Es ist einfach der Apparat. Es gibt wahrscheinlich auch keine einzelnen mächtigen Einflußpersonen.

        • ausgesucht schreibt:

          … das ist sicherlich ein recht tragfähiger Gedanke! Persönliche Schwächen (in der individuellen Ausstattung, im diplomatischen Auftreten, als Führungspersönichkeit etc.) werden durch knallhartes Gehabe zu kompensieren versucht und dadurch allzu leicht überkompensiert. ^_^

          • Blogcrawler schreibt:

            Kennst du den Link zum Gutachten über Merkels Persönlichkeit?

            • ausgesucht schreibt:

              Nö, verrätst Du ihn mir? 🙂

              • ausgesucht schreibt:

                Vielen Dank! Darin ist einiges, das recht plausibel klingt. Fragt sich allerdings, ob es eine wissenschaftliche Trennung gibt zwischen einer psychologisch handelnden und zu bewertenden Persönlichkeit und einer politischen…

              • Blogcrawler schreibt:

                Hier ist ein Auszug aus der Analyse von Dr. Sperling:

                „Die katastrophalen Ergebnisse ihrer Politik der offenen Türen, bei derer Durchführung Merkel als richtige Narzisstin Derealisation und Anosognosie demonstrierte, haben zur Depression geführt, die in solchen Fällen zu erwarten ist. Die pathologische Unfähigkeit, ihre Fehler einzusehen, zwingt Frau Merkel, sich wie früher durch die Übertreibung eigener Wichtigkeit und durch die Beschuldigung der anderen ihrer eigenen Fehler zu behaupten. Aus dem oben Gesagten geht objektiv hervor, dass die Bundeskanzlerin an mehreren fortschreitenden Persönlichkeitsstörungen leidet. In diesem Zusammenhang ist es empfehlenswert, das Problem nicht zu vermeiden, sondern es zuzugeben. Man muss nicht vergessen, dass ein Narziss in einer Depression wie jeder Patient mit psychischer Störung sehr gefährlich ist. Und ein depressiver Narziss, der an der Macht ist, ist doppelt gefährlich.“

              • ausgesucht schreibt:

                Ein „depressiver Narziss, der an der Macht ist, ist doppelt gefährlich.”
                Wow! Wo sind eigentlich die Persönlichkeitsberater der Führungsriege (also eines/einer jeden Einzelnen von ihnen), wenn man sie mal braucht. Aber – gleicher Einwand wie zum vorangehenden Kommentar – wie trennt man auf möglichst objektive Weise politisches Auftreten von der individuellen Persönlichkeitsausstattung? Konkret: Bezieht sich das ‘doppelt’ im obigen resümierenden Satz auf die merkelsche Persönlichkeit oder auf unsere(!), des Stimmviehs, politische Gefährdung?

              • Blogcrawler schreibt:

                Ersteres nehme ich an, denn erwiesenermaßen wird sie ALLES tun um an der Macht zu bleiben

              • ausgesucht schreibt:

                Ja, da stimme ich zu. Und sie wird nicht nur „ALLES tun um an der Macht zu bleiben”, sondern sie tat es ja bereits. Warum wohl sollte sie von dieser „Tradition” abzuweichen beginnen, mit der sie immerhin zur sogenannt mächtigsten Frau der Welt wurde?

              • Blogcrawler schreibt:

                Und es gibt zu wenige die das sehen (wollen) Die allermeisten wollen förmlich am Nasenring durch die Manage geführt werden.

              • ausgesucht schreibt:

                Mußt Du das auch noch betonen, jetzt bin ich deprimiert… 😐

                😉

              • Blogcrawler schreibt:

                Das was erreicht wurde, geschah zu allen Zeiten immer durch den Verstand weniger. Insofern besteht Hoffnung.

              • ausgesucht schreibt:

                … das läßt hoffen, hat aber seit Platon (der Staat) nie funktioniert. D. h. niemals vorwärts gerichtet funktioniert; hingegen wurde es retrospektiv immer irgendwie passend geklittert. 😉

              • Blogcrawler schreibt:

                Bin gespannt was du sagst

              • ausgesucht schreibt:

                Ich auch! 😎
                Nein, ganz im ernst, ich habe ein paar Silvester Psüchogie (oder wie das heißt) studiert, um eine sehr tiefe Skepzis gegenüber solchen Gutachten zu haben. Das dürfte mein(!) Psychoproblem sein, aber ich vermisse an derartigen Studien die prinzipielle Möglichkeit von Objektivität (= Wiederhol-barkeit, Unabhängigkeit von Mindsets etc.). Aber ich würde, wenn ich es mir recht überlege, verdammt gern ein über mich erstelltes Ψchogramm lesen 😉

              • Blogcrawler schreibt:

                Würde ich auch gern. Ich nehme an nach Riemann sind wir beide tendenziell schizoide Persönlichkeiten – wegen in Frage stellend usw

              • ausgesucht schreibt:

                Also wirklich! Etwas infrage zu stellen, womöglich noch die Machtgier der Oberen, das geht ja nun wirklich nicht! 😛

  5. Chantao schreibt:

    Und wir alle freuen uns bereits auf die Bundestags-„Wahl“ 2021, tja, ist eben nun zum Selbstläufer geworden das Ganze. 😉

  6. Chantao schreibt:

    Eine BTW18 wird’s nicht geben und ich selbst habe schon lange, sehr lange vor der BTW17 die These aufgestellt (und eigentlich wissen wir’s doch auch alle), dass die Granden soundso, um an der Macht zu bleiben auch hinsichtlich der Protest-Partei AFD, deren Wachsen schlechte Politik ein Selbstläufer geworden ist eine GroKo sein wird. Geht rein rechnerisch auch nicht mehr anders auch in zukünftigen Wahlen. Der ganze Wahlk(r)ampf ist doch sowieso nur überdeckendes Spektakel der linksorienterten Gutmenschen-Medien. Mit BTW21 wird irgendeine (vielleicht auch die AFD) die SPD überholt haben. Dann wird’s eine „GroKo“ CDU-SPD-Grüne geben. Lest meine Worte und denkt in 21 nochmal daran.

    • ausgesucht schreibt:

      Wir werden die Worte bewahren und ihrer gedenken. Aber bedenke, daß aus agonischen Zuckungen am Ende eines (Gesellschafts-)Lebens nur schwerlich auf die Entwicklung eines neuen Lebens geschlossen werden kann. ^^

  7. Chantao schreibt:

    Achso, hier noch ein http://www.focus.de/politik/deutschland/sonntagstrend-nach-jamaika-scheitern-union-legt-in-waehlergunst-zu-afd-wird-abgestraft_id_7897466.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter_TOP_THEMEN
    wo sie doch jetzt schon behaupten, die AFD wäre rückläufig. Das ist ja so mit den deutschen Medien … Sie unterstellen der „breiten Masse“, dass sie einen Klops im Kopf hat und in DE nach 3 Tagen Halbwertzeit ein nationale Amnesie eintritt bezüglich GROKO, der ewigen Merkel und wahrscheinlich bald dem ewigen Steinmeier. 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Da dürften wir uns so ziemlich einig sein: Parteien sind Machtinstrumente für die Obrigkeitskaste. Sind mögen vielleicht mal gegründet worden sein, um den schwachen Menschen am Anfang der sozialen Nahrungskette die Illusion von politischem Einfluß vorzugaukeln, aber nun werden werden sie betrieben, um den schwachen Menschen am Anfang der sozialen Nahrungskette die Illusion von politischem Einfluß vorzugaukeln…

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