warum einfach, wenn’s auch doppelt geht?

Es war offenbar mal wieder Zeit für „Verbesserungen” bei WordPress. Und auch die aktuelle ist eine Verschlimmbesserung. Naja, warum sollte man bei WP mit einer liebge­wonnenen Tradition brechen? :/
Bis vor wenigen Minuten konnte man sich bei WordPress mit einer Eingabemaske anmelden, in die Benutzername und Paßwort einzutragen waren. Danach noch einen Klick auf den Anmeldeknopf – fertig.
Das war zu einfach! Jetzt (siehe rechts) wird der Benutzername abgefragt – Klick; danach in einer Extraabfrage das Paßwort – Klick.

Nun, da ja Wiederholung die Mutter der Weisheit sein soll, hat also WP seinen Beitrag zur „Verdoppelung” der globalen Weisheit geleistet – Klickklick.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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23 Antworten zu warum einfach, wenn’s auch doppelt geht?

  1. Gewohnheitstier schreibt:

    … sehr wahrscheinlich geht die beschriebene Dopplung mit einem Zugewinn an Sicherheit einher; vorausgesetzt das PW-Eingabefeld wird im Formular nachträglich registriert bzw. weitere token erzeugt. Javasvript.

    Vielleicht will WP damit auch nur automatische Bot-Anmeldungen erschweren?

    • ausgesucht schreibt:

      … das mag alles stimmen, klingt aber doch irgendwie nach Bananensoftware [= reift beim Kunden].

      Übrigens hast Du – vielleicht sogar, ohne es zu wissen – mein Lieblingsthema angerissen. Digitalisierung (und final dann Borgisierung) kümmern sich einen Sch**ßdreck um die Bedürfnisse der „Kunden”. Stattdessen muß sich der Mensch der Maschine anpassen, was freilich beworben und verkauft wird als: Die Maschine weiß am besten [weil unbestechlich und objektiv], was für den Kunden gut ist. Eigentlich müßte es aber heißen: gefälligst gut zu sein hat…

  2. lawgunsandfreedom schreibt:

    Macht Google auch schon seit einiger Zeit. Das soll automatisierte Hackerangriffe erschwerten. Tut es zwar nicht wirklich, aber es kommt halt noch ein Stückchen Benutzerunfreundlichkeit dazu.

    • ausgesucht schreibt:

      … hatte ich nicht bereits auf diesen Seiten hier über das „Sozialisieren des Unvermögens” geschrieben (etwa hier, im letzten Absatz)? ^^

      • lawgunsandfreedom schreibt:

        *chchch* Man kann Dinge so weit vereinfachen, daß man derart abhängig wird, von den vielen kleinen Helferlein, daß man ohne diese gar nicht mehr existieren kann. Stehen die kleinen Helferlein oder eine Methode nicht mehr zur Verfügung, wird es für die Dummen, die Ungebildeten und die Verantwortungslosen sehr schwer, über die Runden zu kommen.

        Dann brüllen sie nach Experten und beschuldigen den Staat, daß er nix dagegen tut (oder gemacht hat). Finde ich immer wieder faszinierend, wie dann die Schuld für die eigene Unfähigkeit Anderen zugeschoben wird. Ich persönlich kann gut ohne Telefon, Strom und fließend Wasser überleben. Nicht, daß ich Lust dazu hätte, aber ich weiß, daß ich es kann. Schlimm, daß derzeit sehr viel elementares Allgemeinwissen verloren geht.

        Wenn ich mir dagegen ansehe, daß manche Jugendliche (aber inzwischen auch Erwachsene) schon eine Krise bekommen, wenn mal WhatsApp oder das Internet für 5 Minuten ausfallen, dann komme ich aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus.

        • ausgesucht schreibt:

          Volltreffer! Wir erleben wirklich eine Zeit mit nachhaltigem Paradigmenwechsel bei dem, was als ‘elementares Allgemeinwissen’ zu verstehen sei. Was wir, als Brüder im Geiste, als Verlust ansehen, ist für die jüngeren Zeitgenossen unnützer Ballast. Also wozu sich damit abgeben? Steht doch alles irgendwo in web-Portalen oder Apps zur Verfügung! Bis es dann irgendwann nicht mehr zur Verfügung steht. Da teile ich Deine Ansicht vollkommen. Andererseits wird gerade eben ein „neues“ Allgemeinwissen aufgebaut – das gab’s schon immer, da es sich um einen kontinuierlichen Prozeß handelt. Fragt sich nur, ob die nicht(!) prognostizierbaren Sprünge in der näheren oder ferneren Zukunft der einen oder der anderen Partei recht geben werden. Und gerade das ist nicht prognostizierbar. Gibt es z. B. als erstes die gefürchtete Cyber-Attacke, die die moderne Form des Wissenszugangs paralysiert, stehen wir möglicherweise ganz gut da. Andernfalls sind wir die Deppen, die Dinosaurier, die eigentlich längst tot, nur halt zu faul zum Umfallen sind… ^_^

          • lawgunsandfreedom schreibt:

            Sicher, derzeit wird neues Allgemeinwissen aufgebaut, aber aus meiner Sicht und nach meiner Erfahrung ist das größtenteils ein sehr oberflächliches Wissen.

            Hatte in den letzten Monaten so einige Gespräche mit „digital Natives“. Ich nenne die ja lieber „digital Naives“, denn sie nutzen die Technik meist nur, ohne sie auch nur ansatzweise zu verstehen. Wenn überhaupt, gibt es nur gefährliches Halbwissen. Erinnert mich an den alten Spruch: „Wozu Kraftwerke? Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose“, die mit dem Halbwissen hauen einen Nagel in eine Keramiksicherung und drehen das Ding wieder rein …

            Ich weiß auch, daß Information und Ermahnungen nichts nützen. Das wird einfach ignoriert oder „wegrationalisiert“. Der Katastrophenschutz hat ein paar Jahre nach dem Münsterländer Schneechaos eine Umfrage gemacht. Die meisten der damals betroffenen Leute war genau so unvorbereitet wie 2005. Die Leute gehen davon aus, daß das ein einmaliges Ereignis war und daß sie nie wieder von so etwas getroffen werden könnten. Frei nach dem Spruch: „Der Blitz schlägt nie 2x an derselben Stelle ein“. Da kann man jetzt recht lang und breit über fehlende Risikokompetenz lamentieren … allein, es bringt nichts.

            Ich dann doch gerne Dinosaurier. Wenn dann mal was entsprechendes passiert, kann ich als alter Sack hämisch lachen und sagen: „Ich hab‘ Euch gewarnt, aber Ihr wusstet es ja besser. Jetzt schaut, wie Ihr alleine zurecht kommt“.

  3. letternwald schreibt:

    Stimmt, ist mir auch aufgefallen. WordPress stellt ja regelmäßig so einige Details um, die einen überfordern. Schön, dass Du es in einen Beitrag hüllst, schönes Wochenende!

    • ausgesucht schreibt:

      Nun, die Hülse zum Beitrag ist Selbstzweck: Nix geht über einen WP-Beitrag. Aber der Auslöser zum Artikel und sein – hoffentlich! – Inhalt sind ernst gemeint, bierernst. 😉

  4. Chantao schreibt:

    Das ist aber schon lange so und auch die Gravar-Einstellungen haben sich geändert. Ich bin da ewig am Umstellen, denn ich habe ja ca. 6 aktive WP-Blogs 😦

    • ausgesucht schreibt:

      … ich habe es mal in irgendeinem utopischen Roman gelesen: im Handbuch des Raumschiffkapitäns steht, daß er regelmäßig, aber in unregelmäßigen Abständen Manöver durchzuführen habe, um die Crew bei monatelangen Raumflügen vor Lethargie zu bewahren.
      Merke: keine (angekündigten) Havarieübungen, sondern eine Pseudorealität, in der ein(e) jede(r) um die Gesamtmission und ihr/sein Leben zu kämpfen hat.
      Was wäre, wenn die WP-Admins diese Regel für sich verinnerlicht hätten?? ^_^

  5. Chantao schreibt:

    Sie stänkern rum, damit man sich endlich die Zahl-Version mietet.

    • ausgesucht schreibt:

      … ich kann es mir ganz gut vorstellen, daß das durchaus billend in Kauf genommen wird. Und bei einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle hätte ich auch fast gar keine Skrupel, die Vollversion zu löhnen. Bis dahin müssen halt die hier publizierten geistigen Ergüsse als finanzielles Kompensat herhalten; das sollte mehr als ausreichend sein. ^^

  6. Chantao schreibt:

    Ich sage mir immer innerlich: Ich nutze dauernde Änderungen, um damit zu übern, nämleine geistige Flexibilität. Zuerst fluche ich und schimpfe wie ein Rohrspatz und dann passe ich mich wieder an. 😉

    • ausgesucht schreibt:

      In beiden Punkten stimme ich Dir zu: was den Erhalt der geistigen Flexibilität angeht und was das fortwährende Anpassen an die im Sozialverband etablierte Norm angeht. Letzteres ist sicherlich eine Konstante im ewigen Strudel der Veränderungen, aber eine, die unseren urzeitlichen Vorfahren das Überleben gesichert hat (= der Ausreißer/Außenseiter ist leichter erlegbar als das Rudel…).

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