sprechblasende Politik

Gar nicht so übel, in der Phalanx der Gutmenschen wider den Stachel zu löcken: »Der Islam gehört nicht zu Deutschland« (Quelle: zeit.de; Hervorhebung nachträglich hinzu­gefügt). Dummerweise ist das Konstrukt, das Hr. Seehofer in diesem Zusammenhang bemüht, ausgesprochen unsinnig: Der Islam nicht, Muslime sehr wohl.
Akzeptiert man (♀♂) das eine, muß man das andere in Kauf nehmen. Oder will der gute Horst uns sagen, daß nur zu Weihnachts- und Pfingstritualen konvertierte Muslime zu Deutschland gehören? *grübel*

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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8 Antworten zu sprechblasende Politik

  1. Mindsplint schreibt:

    Sehr treffend auf den Punkt gebracht. 🙂

    • ausgesucht schreibt:

      Da danke ich vielmals! Ich hab mir auch viel Mühe gegeben, denn es ist gar nicht so leicht, ein so großes Thema so klein zu kriegen, daß es sogar auf einen Punkt paßt. 😉

  2. Nachtwaechter schreibt:

    »Der Islam gehört nicht zu Deutschland«… dass dieser argumentfreie, p’litische Sprachmüll aber auch immer wiederkommen muss…

    • ausgesucht schreibt:

      Ich könnte mir vorstellen, das hat damit zu tun, daß Politiker gegenüber dem „gemeinen Stimmvieh” plakativ und in Parolen sprechen. Argumente spielen praktisch keine Rolle, es sind nur Aufhänger, also Reizworte, die vermeintlich politisch Uninteressierte an den jeweiligen Politiker-Darsteller ketten sollen…

  3. Aventin schreibt:

    Die Grundlage unsere Gesellschaft beruht auf dem Grundgesetz. Alle Menschen in Deutschland sollten deshalb auch frei ihre Religion ausüben können, ob Christen, Muslime, Buddhisten etc. Hier lebende Muslime haben ein Recht auf ihre Religion, speziell aber auch die Kurden, denen man neuerdings ihr Frühlingsfest unterbinden möchte, aus welchen Gründen auch immer. Das Problem besteht weniger bei den Muslimen oder dem Islam, sondern bei der Auslegungen der mit dem Islam verbunden Scharia! Solange Selbstjustiz im Land herrschen, Paralellgesellschaften immer stärker werden, auf das Grundgesetz gepfiffen wird, wird es Konfliktstoff geben. Eine eindeutige Anerkennung des Grundgesetzes als geltendes Recht von Seiten der angesprochenen Personengruppen würde viel Zündstoff aus der Diskussion nehmen und ein ruhiges, gemeinsames Leben in Deutschland viel einfacher gestalten. Nochmal, das Problem liegt meines Erachtens bei der Auslegung der Scharia! Dem Islam fehlt dazu noch die notwendige Erneuerung.
    p.s.
    Konservative Islam-Angehörige haben am meisten ein Problem mit unserer freien Gesellschaft. Sie ist ihnen offensichtlich viel zu bunt!!!

  4. lawgunsandfreedom schreibt:

    Da habe ich mit einem arabischen Freund auch schon drüber gerätselt, wie sich der Seehofer das gedacht hat. Mein Kumpel ist Atheist. Der hat schon massive Probleme mit seinen gläubigen Landsleuten und ist ein entschiedener Gegner von Islam und Muslimen. Nicht mal den „moderaten“ traut er. Seiner Meinung nach lügen die alle … und er wird das wohl wissen. Schließlich ist er in dieser Kultur aufgewachsen.

    • ausgesucht schreibt:

      Das glaube ich gern. Schließlich haben „multinational” Aufwachsende viel eher die Chance, die engen Scheuklappen der jeweils einen Nation zu lockern und aufzuweiten…

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