Pfingstrose

Während ich mich für die Farben interessierte, kümmerte sich das
„fliegende Personal” (nein, es war kein Pfingstochse) um alles
andere als um Farben…

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Schorle

Ganz unumwunden gebe ich es – nicht nur, um das Abendgebet abkürzen zu können — zu, daß ich mit spöttischem Argwohn auf Schorletrinker schaue. Was soll das: nicht mutig genug, um einen Wein zu genießen, nicht asketisch genug, um sich mit frugalem Wasser zufrieden zu geben?
Als einzige Ausnahme, nicht zuletzt wegen der aktuellen Temperaturen, lasse ich eine Rum-Schorle gelten, und diese möglichst heiß kredenzt (siehe hier).

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682 225 951 Mio. US$

Sieh an, da ist man (bzw. das eigene Blog) 682 Mio. Dollores wert und weiß es nicht bzw. wußte es bis vor wenigen Minuten nicht. Bei einer in sporadischen Abständen immer wieder einmal durchgeführten Visite der Blog-Links fiel mir dieser spezielle Link auf: Nun gut, ehe die Champagnerkorken knallen, kann ja ein Blick auf ein anderes Portal für Web-Statistiken (etwa dieses) nicht schaden:In aller Bescheidenheit, das klingt irgendwie deutlich plausibler. 😉
Zum Vergleich sind die Werte vom 26.01.2012 mit angegeben (vgl. Blog-Artikel). Immerhin gab es seinerzeit kein erwähnenswertes Welt-Ranking, allerdings ist das Deutschland-Ranking schlechter geworden (es wäre mal spannend zu erfahren, wie sich die Zahl der „Konkurrenzunternehmen” in den rund 5,3 Jahren geändert hat).
Und nun der Knaller (also doch Champagner): Der „geschätzte Wert” hat sich in dieser Zeit deutlich mehr als vervierfacht; eine jährliche Steigerung von rund 33,8 %. Dieses Defilee dürfte für ein paar Minuten ausreichend sein… 😀

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niemand, außer §§-Reitern

Könnte es vielleicht sein, daß Gesetze, die von den Vätern (♀ oder ♂), Vorvätern und Ururvorvätern auf uns gekommen sind, die aber, so scheint es Zeitgeist zu sein, von niemandem* eingehalten und generell mißachtet werden, nicht mehr das Regulativ sozialen Handels sind, sondern daß sie zu einer Art Vergleichsliste verkommen sind, aber aus dem einzigen Grund nicht abgeschafft werden, weil sie im Dunstkreis der Paragraphenreiterei nur noch zur Begleichung von Rechts- und Streitfällen dienen?

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*) Niemand meint die überwältigende Mehrheit, nicht die womöglich rühmliche, aber eben doch Ausnahme.

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Hate Speech

Das Drumherum um „Haßäußerungen” (zu gut Deutsch: hate speech) kann man eigentlich nur lieben. Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, das ist der Name der neuesten Sau, die aktuell durch’s Dorf getrieben wird.
Nimmt man versuchsweise an, daß Haßäußerungen jedem zueigen sind, der (♀ oder ♂) sich auf halbwegs anonymen Portalen in der Gewißheit wähnt, keiner moralischen Instanz unterworfen zu sein, wäre das Praktizieren dieser Eigenheit im Grunde doch nicht der Erwähnung wert (oder so erwähnenswert wie das Vorhandensein von Herz oder roten Blutkörperchen beim jeweiligen Probanden).
Vielleicht ist es sinnvoller, als Antithese zur vorigen Annahme die Vermutung zu setzen, daß Haßäußerungen eben doch individuell und eher eine Ausnahme denn die Regel sind. Dann müßte man sich allerdings fragen, ob ein solches Haßniveau erworben oder vielleicht doch systemisch ist. Ist es nämlich ein vorhandener, nicht erworbener, beispielsweise ererbter Wesenszug, kann man sich darüber ebenso echauffieren wie über Augenfarbe, Porengröße der Haut oder Erbkrankheiten. Ist hingegen das Haßniveau erworben, ist doch wohl am wenigsten der zu verurteilen, über den das Unglück (ohne dessen Verschulden) herein­gebrochen ist. Dann wäre es aber so, daß das Haßniveau rational nur(!) dadurch verringert werden kann, indem die Ursachen reduziert werden, jedoch nicht die Opfer dieser Urachen.
Solange der Begriff „hate speech” praktisch ausnahmslos in den obrigkeitshörigen Medien gebraucht wird, um unterschiedslos Menschen zu diskreditieren, kann man getrost davon ausgehen, daß dieser Begriff eine demagogische Keule für den Machterhalt – nicht mehr und nicht weniger – ist.

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189 Tage vor Luther

Hmm: 25. Mai 2017, also Christi Himmelfahrt. Das ist zwar nicht gerade der Reformationstag (dessen fünfhundertste Wiederkehr in der Bunten Republik ja mit viel Brimborium zelebriert wird), aber vielleicht doch eine Gelegenheit, einen Blick auf Luther zu werfen, der in der aktuellen Festtagslaune womöglich nicht so gern gesehen wird.
Gibt es eigentlich halbwegs verläßliche Zahlen darüber, wieviele Tote in direkter und in nachrangiger Folge von jenem Mönchlein billigend in Kauf genommen wurden, als er – in allerbester Absicht! – „erleuchtend” in Kirchendogmen eingriff? Ob wohl noch Platz ist im Pantheon der Persönlichkeiten, die millionenfach an Menschen wegwerfend handelten? Oder besteht etwa Luthers Verdienst darin, eine der Weltreligionen deinstalliert zu haben, was manchen Nachkommenden seines Glaubens beraubt hat oder letztlich gar seines Seelenfriedens?

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Filosofie mit Ankündigung

Neulich ereilte mich eine „Kunden”-Umfrage irgend so einer Leiharbeitsfirma. Die Skale, ob ich die Bude einem – nicht näher bezeichneten – Opfer weiterempfehlen würde, kreuzte ich mit 5 Punkten an (0 = nein, 10 = unbedingt); aus spieltheoretischer Sicht die einzig rationale Wahl. Prompt wurde im nächsten Schritt eine Begründung eingefordert. Warum auch nicht? Ich formulierte, fröhlich, wie ich nun mal durch und durch bin, diesen Satz:
Eine Begründung/Erläuterung würde sicherlich recht schmückend sein.  Nicht für die neugierige Leiharbeitsfirma (was der zu sagen ist, ist bereits geschrieben), sondern als Auslöser für einen weiteren Textschnipsel in Blogistan.
Doch dann löste das Gedanken-Pingpong anläßlich der argumentativen Vorbereitung eines entsprechenden Artikels in meinem sonst hohlen Denkhügel ein interessantes Echo aus: Lohnt es sich eigentlich, sich über „partikulären Unsinn” zu echauffieren? Sicherlich dann, wenn er – wie aktuell global kaum zu übersehen – auftritt, aber diese Häufung wäre ja eben längst nicht mehr (nur) ‘partikulär’. Wie ist es aber bei unleugbar partikulären Ereignissen?
Vermutung: Es könnte Fachleute geben, die den Stellenwert eines partikulären Ereignisses wissenschaftlich solide zu bewerten imstande sind. Diese könnten (zwar mit nicht zu vernachlässigender Irrtumswahrscheinlichkeit, aber immerhin nicht ausschließlich erratisch) analysieren, ob ein konkretes partikuläres Ereignis z. B. Vorbote eines Paradigmenwechsels ist oder Relikt längst wirksamer, aber noch nicht benannter Regeln, oder eben doch nur Zufall. Oder sie könnten mahnen, daß ein Einzelschritt bevorsteht, der, ohne Richtungsänderung beschritten, auf den Pfad der Untugend führt, statt der allgemeinen Wohlfahrt zu dienen. Oder sie könnten…
Ob wir vielleicht in einer Zeit leben, in der es zwar Namen und Titel für derartige Fachleute – ja doch, Philosophen sind gemeint! – gibt, aber kaum jemanden, der in solch große Schuhe paßt? Was ist akademische Hirnwich*erei wert, die einzig und allein dem partikulären (sic!) Wohlbefinden des Einzelnen dient?

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