beruflich umdenken

Manche Einsichten brauchen lange, seeehr lange, bis sie sich aus dem Unterbewußten ins Bewußtsein gequält haben. Da praktisch alle Vorgänge in der Natur reibungsbehaftet sind und/oder spontan ablaufen, strebt die Entropie einem globalen Maximum zu, zumindest in unserer uns derzeitig zugewiesenen Ecke des Universums (vgl. hier).
Wie kann man unter dieser Ägide auf das hohle Brett kommen, eine verläßliche Zukunft in einem Berufszweig anstreben zu wollen, der lokal (= Team, Abteilung etc.) die Entropie dauerhaft zu senken sucht, seien es Bewertungsmodelle (die Ordnung schaffen) oder effizienter gestaltete Prozesse oder was auch immer?
Ist denn das Einzige, was beruflich nicht wider die Natur ist, nicht das Praktizieren von Tätigkeiten, die Entropie-Migration (und damit ein lokales Absenken der Entropie) möglichst vermeiden? Sagen wir: Putzkraft, Wasch- oder Bügelengel, die gute Seele in einem Bestattungsinstitut…
Manche Einsichten brauchen etwas länger, aber ich werd‘ gleich mal mein Suchprofil auf einschlägigen Jobportalen naturgerechter gestalten. 👿

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Hartz IV als kleineres Übel

Derzeit bin ich, wie es sich der geneigte Leser sicherlich längst zusammengereimt hat, qua Zeitarbeitsfirma zur Beschäftigungstherapie im Risiko-Controlling einer Bank abgestellt. Geködert wurde ich wie ein Esel, dem ein Bund Mohrrüben vorgehalten wird, nur daß der Köder in diesem Fall die Umschreibung „Übernahmeoption” hatte.
Aber wenn man mir jetzt einen „echten” Arbeitsvertrag anböte, ich würde ihn – ganz ehrlich – nicht annehmen: die organisatorischen Verhältnisse sind wenig attraktiv (siehe hier), die unternehmerischen Aussichten kaum besser. Am schlimmsten aber ist, daß eine menschenähnliche Figur, die jeden Morgen dankbar sein sollte, wenn sie ohne eine Axt im Schädel aufgewacht ist, die sich durch vollkommene Überdurchschnittlichkeit auszeich­net (überdurchschnittliche Durchschnittlichkeit, überdurchschnittliche soziale Inkompetenz etc.), die ihre Borniertheit völlig ohne irgendwelches Unrechtsempfinden gegen alles und jeden durchpeitscht, allen ehrlichen Arbeitskräften vorgezogen wird (vgl. hier).
Und nein, das schreibe ich mitnichten, um mir das Ausbleiben eines etwaigen Übernahme­angebots schönzureden…

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Radikalisierung

Die Behauptung, jemand hätte sich (selbst) radikalisiert, ist gleichermaßen Zweck­behauptung (um von eigenem Versagen abzulenken?) wie hanebüchener Unsinn – die Umwelt formt den Menschen, auch die politische oder die soziale.

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Streetfood

Also gut, das Wochenende steht direkt vor der Tür; hier etwas zum um die Ecke denken: Da mache ich mir also Sorgen, wie ich möglichst preiswert was zum Beißen kriege,
und prompt fällt mir diese Reklame für Streetfood in die Augen.
Und nicht nur das, sondern zugleich auch noch ein Bild mit
einem wirklich süßen Serviervorschlag.
😉

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Dornröschen-Idiotie

Die 13. Fee hat es dem Kinde, das später als Dornröschen märchenhaft bekannt werden soll, in die Wiege gelegt: Es soll sich an einer Spindel stechen und tot niedersinken. Das fand die 12. Fee denn doch ein wenig harsch und wandelte den Tod in einen hundert­jährigen Schlaf (ob diese Fee wohl einen Vorteil für sich sah, indem auch sie ihr Leben schlafenderweise um einhundert Jahre zu verlängern hoffte?). Dann machte der kronetragende Vater des Kindes einen genialen Schachzug: Er verbot alle Spindeln im Lande…
Wir wissen, wie die Geschichte ausging – seinem Schicksal kann man nicht entgehen. Der großartige politische Schachzug des Regenten ging nicht auf, nämlich das Objekt einfach zu verbieten, das im Moment so viel Aufmerksamkeit heischt.

Heutzutage werden keine Spindeln verboten, aber sehr wohl dieselgetriebene Autos oder Atomkraftwerke oder Braunkohlekraftwerke oder Einkaufstüten aus Kunststoff (warum eigentlich nicht die Sammeltüten für Hundekacke oder gleich der Hund selbst?) oder, oder, oder. Die tiefgehende Analyse eines Sachverhaltes ist offenbar zuviel verlangt. Für Otto-Normalverbraucher sowieso, aber sollten unsere Politiker-Darsteller diese nicht überragen und im Ergründen und Verstehen von Ursache und Wirkung mehr draufhaben als ihr gemeines Stimmvieh? Sollte nicht wenigstens die Obrigkeitskaste in der Lage sein, alternativlose Zwänge oder alternativreiche Freiräume zumindest erkennen und unterscheiden zu können?
Ach, wenn ich jetzt nicht abbreche, entsteht hier unter meiner Feder ein neues Märchen…

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erdulden, nicht lieben

Der folgende Spruch ist für den Menschen, für jeden(!) Menschen, mindestens ein paar Nummern zu groß: „Ich liebe euch doch alle”.
Selbst irgendeinem Gott steht er nicht zu (siehe hier, speziell ‘Durchschnittsaugust’).

Bei Menschen lasse ich allenfalls die Formulierung gelten: „Ich dulde euch doch alle (zumindest versuche ich es).”

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maximale Verarschung

Die Anzeichen sind Legion, daß die Gesichter, die sich als Politiker gerieren, kaum mehr als dummdreiste Politiker-Darsteller sind, die die Polis nach Strich und Faden verarschen.
Jüngstes Beispiel: der x-te Aufguß der Sanktionen gegen Rußland. Nein, das Politgeseiere aus den USA, die Sanktionen hätten etwas mit dem Ukraine-Rußland-Konflikt zu tun, will nur ein auslösendes Moment als Grund verkaufen. Es geht vielmehr darum, die amerika­nische Machtposition in Europa zu sichern bzw. auszubauen, indem ein möglicher Konkurrent schlichtweg gemobbt wird…
Doch damit nicht genug. Nun überschlägt sich Europa wegen der Sanktionsmaßnahmen der USA gegen Rußland. Allen voran deutsche Politiker-Darsteller (vgl. hier). Schon vergessen? Das sind die, die ihrerseits vor nur wenigen Tagen nicht nur eine Verlän­gerung, sondern auch eine Verschärfung der Sanktionen gefordert haben (vgl. hier)…

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